{"id":284,"date":"2017-07-06T09:24:32","date_gmt":"2017-07-06T07:24:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gotha3.de\/forschungsblog\/?page_id=284"},"modified":"2019-07-11T12:38:27","modified_gmt":"2019-07-11T10:38:27","slug":"illuminatenforschung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gotha3.de\/forschungsblog\/projekte\/illuminatenforschung","title":{"rendered":"Illuminatenforschung"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Laufende Projektbeitr\u00e4ge <a href=\"https:\/\/www.gotha3.de\/forschungsblog\/archives\/category\/illuminatenforschung\">hier im Blog<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/projekte.uni-erfurt.de\/illuminaten\/Main_Page\">The Gotha Illuminati Research Base<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Sp\u00e4tsommer des Jahres 1783 begann der ber\u00fchmte \u00dcbersetzer englischer und franz\u00f6sischer Literatur Johann Joachim Christoph Bode seine Arbeit als unmittelbar in die h\u00f6chsten R\u00e4nge bef\u00f6rderter Illuminat. Bode war als bedeutender Repr\u00e4sentant der Strikten Observanz im gr\u00f6\u00dferen Bereich der deutschen Freimaurerei erst Monate zuvor von Adolph Freiherr Knigge f\u00fcr den Illuminatenorden gewonnen worden. Schnell legte er fest, wer \u00fcber ihm st\u00fcnde: Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg, der im selben politischen Schachzug Haupt der deutschen Provinzen des Illuminatenordens wurde. Das sorgte nicht nur daf\u00fcr, dass der Orden das Verbot in Bayern erst einmal relativ gut \u00fcberstand, und dass der Ordensgr\u00fcnder, Adam Weishaupt, am Ende als politisch Verfolgter in Gotha Schutz fand. Es sorgte vor allem daf\u00fcr, dass wir dank der Akten, die Bode und Ernst II. sammelten, \u00fcber den Illuminatenorden zumindest in seiner letzten Bl\u00fcte, der Th\u00fcringer der Jahre 1784 bis 1788, heute einmalig gut informiert sind.<\/p>\n<p>Der Aktenbestand Bodes ging mit seinem Tod 1793 an Ernst II., der ihn mit den \u00f6rtlichen Ordensakten und pers\u00f6nlicher freimaurerischer Korrespondenz anreicherte. Testamentarisch verf\u00fcgte der Regent die \u00dcberf\u00fchrung nach Schweden, wo die Akten die n\u00e4chsten Jahrzehnte im Verborgenen \u00fcberdauern sollten. Nach wechselvoller Geschichte liegt dieser Aktenbestand heute in 19 B\u00e4nden der &#8222;Schwedenkiste&#8220; im Geheimen Staatsarchiv Preu\u00dfischer Kulturbesitz und, Band 10, im Sonderarchiv Moskau.<\/p>\n<p>Am Forschungszentrum Gotha wird dieser Bestand seit 2009 untersucht: Martin Mulsow, Hermann Sch\u00fcttler, Reinhard Markner, Markus Meumann und Olaf Simons befassten sich in verschiedenen Arbeitsprojekten sukzessive mit dem Bestand &#8211; Markus Meumann und Olaf Simons von 2013 bis 2016 im Rahmen des DFG-gef\u00f6rderten Projektes &#8222;Illuminatenaufs\u00e4tze im Kontext der Sp\u00e4taufkl\u00e4rung &#8211; ein unbekanntes Quellenkorpus&#8220;. Ergebnis dieser Arbeit ist unter anderem die heute zentrale Plattform der Illuminatenforschung, die <a href=\"https:\/\/projekte.uni-erfurt.de\/illuminaten\/Main_Page\">The Gotha Illuminati Research Base<\/a>.<\/p>\n<p>Es gelang uns, die Illuminatenforschung in Gotha zu verstetigen &#8211; eine <a href=\"https:\/\/www.uni-erfurt.de\/forschungszentrum-gotha\/illuminatenforschung\/\">Arbeitsstelle Illuminatenforschung<\/a> ist dazu von der Universit\u00e4t Erfurt aus am Forschungszentrum etabliert. Die Arbeit am Illuminatenorden ist zudem seit 2017 Teil des gr\u00f6\u00dferen <a href=\"https:\/\/www.gotha3.de\/forschungsblog\/projekte__trashed\/gotha-um-1800-natur-wissenschaft-geschichte\">Gotha um 1800 Projektes<\/a>. Daneben entstehen derzeit zwei Dissertationen am Forschungszentrum, die sich mit dem Orden befassen.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<ul>\nDr. Olaf Simons<br \/>\nForschungszentrum Gotha der Universit\u00e4t Erfurt<br \/>\nAm Schlo\u00dfberg 2<br \/>\n99867 Gotha<\/p>\n<ul>\n+49-361-737-1722<br \/>\n<a href=\"mailto:olaf.simons@uni-erfurt.de\">olaf.simons@uni-erfurt.de<\/a>\n<\/ul>\n<\/ul>\n<p><small>Banner oben: Adam Weishaupt, Adolph Freiherr Knigge, Johann Joachim Christoph Bode, Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laufende Projektbeitr\u00e4ge hier im Blog. The Gotha Illuminati Research Base Im Sp\u00e4tsommer des Jahres 1783 begann der ber\u00fchmte \u00dcbersetzer englischer und franz\u00f6sischer Literatur Johann Joachim Christoph Bode seine Arbeit als unmittelbar in die h\u00f6chsten R\u00e4nge bef\u00f6rderter Illuminat. 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