{"id":1074,"date":"2016-05-26T10:34:17","date_gmt":"2016-05-26T09:34:17","guid":{"rendered":"https:\/\/forschungingotha.wordpress.com\/?p=1074"},"modified":"2016-05-26T10:34:17","modified_gmt":"2016-05-26T09:34:17","slug":"gastvortrag-und-buchvorstellung-am-9-juni-2016-hubertus-buschel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gotha3.de\/forschungsblog\/archives\/1074","title":{"rendered":"Gastvortrag und Buchvorstellung am 9. Juni 2016: Hubertus B\u00fcschel"},"content":{"rendered":"<p>Unter dem Titel \u201eHitlers adliger Diplomat. Der Herzog von Coburg und das Dritte Reich\u201c h\u00e4lt Prof. Dr. Hubertus B\u00fcschel (Groningen) am Donnerstag, 9.\u00a0Juni\u00a02016, einen Vortrag am Forschungszentrum Gotha der Universit\u00e4t Erfurt und stellt gleichzeitig sein neuestes Buch vor. Alle Interessierten sind (bei freiem Eintritt) herzlich in den Seminarraum des \u201ePagenhauses\u201c auf Schloss Friedenstein eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 17:15 Uhr.<\/p>\n<p>Auf der Grundlage neuer Quellen aus dem Familienarchiv beschreibt Hubertus B\u00fcschel, wie der britische Prinz Charles Eduard, der 1905 Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha geworden war, Hitler auf seinem Weg an die Macht unterst\u00fctzte. Als Repr\u00e4sentant des \u201eDritten Reichs\u201c nutzte der sogenannte \u201eCoburger Herzog\u201c seine internationalen Verbindungen und dynastischen Beziehungen um den Nationalsozialismus salonf\u00e4hig zu machen. Bei seinen zahlreichen Reisen ins Ausland, unter anderem in die neutrale Schweiz und zwei Weltreisen, agierte er als einer der wichtigsten informellen Diplomaten f\u00fcr Hitler. Als Pr\u00e4sident des Deutschen Roten Kreuzes leugnete er die Gr\u00e4uel der Konzentrationslager, nahm die Vereinnahmung dieser humanit\u00e4ren Organisation durch die SS bereitwillig hin und wurde dadurch in die Beteiligung des Deutschen Roten Kreuzes in den Krankenmord und den Holocaust verstrickt. Das Buch verbindet biographische, lokal- und globalgeschichtliche Ans\u00e4tze miteinander und leistet einen Beitrag zur bislang erst wenig erforschten Geschichte diplomatischen Handelns im Nationalsozialismus.<\/p>\n<p>Hubertus B\u00fcschel ist Professor f\u00fcr Zeitgeschichte an der Universit\u00e4t Groningen. Zuvor war er unter anderem Juniorprofessor an der Universit\u00e4t Gie\u00dfen und am dortigen <em>International Graduate Centre for the Study of Culture<\/em>. Seine Forschungen beziehen sich vor allem auf eine global- und kulturhistorisch orientierte Zeitgeschichte Europas und Afrikas. Gegenw\u00e4rtig arbeitet er unter anderem an einer Globalgeschichte der Psychiatrie im 20. Jahrhundert.<\/p>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/aktuell.uni-erfurt.de\/2016\/06\/02\/vortrag-hitlers-adliger-diplomat\/\" target=\"_blank\">Wortmelder<\/a> der Universit\u00e4t Erfurt gibt ebenfalls Auskunft.<\/p>\n<p><strong>Abbildung:<\/strong> Karl-Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha, 1900, Bundesarchiv, Bild 183-R05618 \/ CC-BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Titel \u201eHitlers adliger Diplomat. Der Herzog von Coburg und das Dritte Reich\u201c h\u00e4lt Prof. Dr. Hubertus B\u00fcschel (Groningen) am Donnerstag, 9.\u00a0Juni\u00a02016, einen Vortrag am Forschungszentrum Gotha der Universit\u00e4t Erfurt und stellt gleichzeitig sein neuestes Buch vor. Alle Interessierten sind (bei freiem Eintritt) herzlich in den Seminarraum des \u201ePagenhauses\u201c auf Schloss Friedenstein eingeladen. 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