{"id":1379,"date":"2016-11-10T11:07:20","date_gmt":"2016-11-10T10:07:20","guid":{"rendered":"https:\/\/forschungingotha.wordpress.com\/?p=1379"},"modified":"2017-08-07T14:54:25","modified_gmt":"2017-08-07T12:54:25","slug":"gastvortrag-am-16-november-2016-daniel-speich-chasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gotha3.de\/forschungsblog\/archives\/1379","title":{"rendered":"Gastvortrag am 16. November 2016: Daniel Speich Chass\u00e9"},"content":{"rendered":"<p>Unter dem Titel <strong>\u201eKartenberge und die Kunst der Pr\u00e4zision. Das Beispiel der Dufourkarte\u201c<\/strong> h\u00e4lt <strong>Prof. Dr. Daniel Speich Chass\u00e9 (Luzern)<\/strong> am Mittwoch, <strong>16. November 2016<\/strong>, einen \u00f6ffentlichen Abendvortrag im Rahmen der <strong>7. Gothaer Kartenwochen<\/strong> auf Schloss Friedenstein. Beginn ist um <strong>18.15 Uhr<\/strong> im <strong>Spiegelsaal der Forschungsbibliothek<\/strong>, der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.<\/p>\n<p>Der Vortrag untersucht den Wandel des Raumes und der Raumwahrnehmung in der Schweiz im 19. Jahrhundert. Als Kristallisationspunkt hierf\u00fcr dient das Projekt der ersten amtlichen Vermessung der Schweiz, das zwischen den 1830er- und 1860er-Jahren unter der Leitung von Guillaume-Henri Dufour durchgef\u00fchrt wurde. Erstens wird nach der territorialstaatlich-politischen Dimension der Kartografie gefragt; das Kartenbild des Landes ist im 19. Jahrhundert zu einem Symbolbild des Staatswesens Schweiz geworden. Zweitens geht es um die Bez\u00fcge des Vermessungsvorhabens zur \u00e4sthetischen Landschaftswahrnehmung. Von der Romantik her wurde die \u201ewilde\u201c Alpenlandschaft \u00fcberh\u00f6ht. Spuren dieser \u00e4sthetischen Zugangsweise finden sich in technischen Details der Kartografie, namentlich im Versuch, das Gel\u00e4nde m\u00f6glichst plastisch darzustellen. Und drittens wird die Bedeutung des Kartenwerks f\u00fcr die technisch-infrastrukturelle Erschlie\u00dfung des Raumes und f\u00fcr dessen Homogenisierung er\u00f6rtert.<\/p>\n<p>Eingebettet ist der Vortrag in den Internationalen Workshop &#8222;Im Kopf des Kartographen. Arbeitsweisen der Kartographie des 19. Jahrhunderts&#8220;, der vom 16. bis 17. November 2016 im Ahnensaal im Perthes Forum Gotha stattfindet. <a href=\"https:\/\/www.uni-erfurt.de\/fileadmin\/user-docs\/FGE\/Veranstaltungen_2016\/Im_Kopf_des_Kartographen_Workshop.pdf\" target=\"_blank\">Zum Programm<\/a><\/p>\n<p><strong>Daniel Speich Chass\u00e9<\/strong> ist Professor f\u00fcr Neueste Geschichte an der Universit\u00e4t Luzern. Er besch\u00e4ftigt sich mit Wirtschaftsgeschichte, Umweltgeschichte und Globalgeschichte. Sein Hauptinteresse gilt der Bedeutung von Wissen im staatlichen Handeln. Zentrale Publikationen sind \u201eTopografien der Nation\u201c (2002, mit D. Gugerli) und \u201eDie Erfindung des Bruttosozialprodukts\u201c (2013) zur Geschichte der globalen Wirtschaftsstatistik.<\/p>\n<p>Die 7. \u201eGothaer Kartenwochen\u201c sind eine gemeinsame Veranstaltung von Forschungsbibliothek und Forschungszentrum Gotha der Universit\u00e4t Erfurt.<\/p>\n<p><strong>Abbildung:<\/strong> Topografische Karte der Schweiz, 1:100.000 (Dufourkarte), 1845\u20131864, Blatt XVII, 1863, mit handschriftlichen Eintr\u00e4gen von August Petermann, Sammlung Perthes Kartensammlung. \u00a9 Forschungsbibliothek Gotha der Universit\u00e4t Erfurt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Titel \u201eKartenberge und die Kunst der Pr\u00e4zision. Das Beispiel der Dufourkarte\u201c h\u00e4lt Prof. Dr. Daniel Speich Chass\u00e9 (Luzern) am Mittwoch, 16. November 2016, einen \u00f6ffentlichen Abendvortrag im Rahmen der 7. Gothaer Kartenwochen auf Schloss Friedenstein. 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