{"id":1595,"date":"2017-01-30T12:04:49","date_gmt":"2017-01-30T11:04:49","guid":{"rendered":"https:\/\/forschungingotha.wordpress.com\/?p=1595"},"modified":"2017-01-30T12:04:49","modified_gmt":"2017-01-30T11:04:49","slug":"neue-publikation-vertrieben-vom-feld-der-literatur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gotha3.de\/forschungsblog\/archives\/1595","title":{"rendered":"Neue Publikation: Vertrieben vom Feld der Literatur"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\">\n<p>Gleich zu Jahresbeginn legt Dirk Sangmeister,\u00a0Mitglied des Forschungszentrums Gotha, neuen Lesestoff vor: &#8222;Vertrieben vom Feld der Literatur. Verbreitung und Unterdr\u00fcckung der Werke von Friedrich Christian Laukhard&#8220; hei\u00dft seine neue Publikation. Sie ist in der Reihe &#8222;Presse und Geschichte \u2013 Neue Beitr\u00e4ge&#8220;, herausgegeben von Astrid Blome, Holger B\u00f6ning und Michael Nagel, in der edition lumi\u00e8re (Bremen) erschienen. Im Anschluss an das von Guido Naschert im Juli 2010 am Forschungszentrum veranstaltete Arbeitsgespr\u00e4ch \u00fcber \u201eLaukhard im Untergrund. Zur Situation der deutschen Radikalaufkl\u00e4rung in der zweiten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts\u201c hat er w\u00e4hrend eines Fellowships am Max Weber Kolleg und dank eines anschlie\u00dfenden Forschungsstipendiums der Gerda Henkel Stiftung (D\u00fcsseldorf) diese spannende Fallstudie erarbeitet.<\/p>\n<p>Der Schriftsteller Friedrich Christian Laukhard (1757\u20131822) war ein Au\u00dfenseiter der Aufkl\u00e4rung, der durch seine abenteuerlichen Leben in die deutsche Lite\u00adra\u00adturgeschichte eingegangen ist. Seine \u00fcberaus anschauliche Auto\u00adbiografie dokumentiert einen Werdegang, der als Aufstieg an\u00adgelegt war, aber zu einem Abstieg in das Souterrain der Literatur missriet und mit seinem spurlosen Verschwinden aus dem Blick\u00adfeld der Gelehrtenrepublik endete: Der habilitierte Magister musste sich notgedrungen f\u00fcr f\u00fcnf Groschen in der Woche als gemeiner Soldat verdingen und gegen das revolution\u00e4re Frank\u00adreich zu Felde ziehen; sp\u00e4ter wurde er von den Franzosen jah\u00adrelang inhaftiert und von den Deutschen \u00f6ffentlich totgesagt.<\/p>\n<p>Der freigeistige Querkopf und bekennende Deist wurde zeit\u00adle\u00adbens sowohl als Schriftsteller wie auch als Akademiker, Musketier und Pfarrer verleumdet und denunziert, die meisten seiner B\u00fc\u00adcher von der Zensur kombabusiert und indiziert. Viele seiner meist satirischen und heterodoxen Werke konnten nicht ver\u00f6f\u00adfentlicht werden, aber seine Libelle und Pasquille kursierten als clandestine Manuskripte im Untergrund der Literatur.<\/p>\n<p>Die nun vorliegende, aus unver\u00f6ffentlichten Quellen gesch\u00f6pfte Fall\u00adstu\u00addie benennt einige seiner Gegenspieler und rekonstruiert die Eingriffe der Zensur nebst den Mechanismen der Ausgrenzung, die dazu f\u00fchrten, dass f\u00fcr seine devianten Werke kein Platz war im literarischen Feld der angeblichen \u201eGoethezeit\u201c.<\/p>\n<p>Dirk Sangmeister<br \/>\n<strong>Vertrieben vom Feld der Literatur. Verbreitung und Unterdr\u00fcckung der Werke von Friedrich Christian Laukhard<\/strong><br \/>\nedition lumi\u00e8re, Bremen 2017<br \/>\nISBN: 978-3-934686-52-6<br \/>\n164 Seiten<br \/>\n24,80 EUR<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/aktuell.uni-erfurt.de\/2017\/01\/26\/neue-publikation-vertrieben-vom-feld-der-literatur\/\" target=\"_blank\">Zum Wortmelder<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/www.editionlumiere.de\/sangmeister.html\" target=\"_blank\">Zur Verlagsseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gleich zu Jahresbeginn legt Dirk Sangmeister,\u00a0Mitglied des Forschungszentrums Gotha, neuen Lesestoff vor: &#8222;Vertrieben vom Feld der Literatur. Verbreitung und Unterdr\u00fcckung der Werke von Friedrich Christian Laukhard&#8220; hei\u00dft seine neue Publikation. 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