{"id":1683,"date":"2017-03-24T09:45:41","date_gmt":"2017-03-24T08:45:41","guid":{"rendered":"https:\/\/forschungingotha.wordpress.com\/?p=1683"},"modified":"2017-08-07T14:51:44","modified_gmt":"2017-08-07T12:51:44","slug":"stipendiatenkolloquien-am-6-april-2017-silvia-schmitt-maas-und-ansgar-holtmann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gotha3.de\/forschungsblog\/archives\/1683","title":{"rendered":"Stipendiatenkolloquien am 6. April 2017: Silvia Schmitt-Maa\u00df und Ansgar Holtmann"},"content":{"rendered":"<p>Am Donnerstag, <strong>6. April 2017,<\/strong> laden wir zum ersten Doppelkolloquium des neuen Jahrgangs des Herzog-Ernst-Stipendienprogramms der Fritz Thyssen Stiftung ein:\u00a0<strong>Dr. Silvia Schmitt-Maa\u00df<\/strong> (Osnabr\u00fcck) spricht um <strong>17:00 Uhr (s.t.)<\/strong> \u00fcber <strong>\u201cPrinzen als Telemache\u201d<\/strong> und um <strong>18:00 Uhr\u00a0Ansgar Holtmann<\/strong> (Berlin) zum Thema <strong>\u201cBild und Text in Heinrich von Redens &#8222;Preu\u00dfischer Chronik&#8220; (1553)\u201d<\/strong>. Interessierte Zuh\u00f6rer sind herzlich willkommen. Beide Vortr\u00e4ge finden im Seminarraum des Forschungszentrums (\u201cPagenhaus\u201d) auf Schloss Friedenstein statt. Hier kurze Einf\u00fchrungen:<\/p>\n<p><strong>Dr. Silvia Schmitt-Maa\u00df (Osnabr\u00fcck): Prinzen als Telemache<\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt untersucht zwei Portr\u00e4ts, die \u201ePrinzenerziehung\u201c an den H\u00f6fen von Gotha und Weimar thematisieren. Hierbei nimmt es die Bildnisse unter Ber\u00fccksichtigung der Rezeption der <em>Avantures de T\u00e9l\u00e9maque<\/em>, einem F\u00fcrstenspiegel von Fran\u00e7ois F\u00e9nelon in den Blick. F\u00e9nelons \u00fcber das gesamte 18.\u00a0Jahrhundert intensiv rezipierter Erziehungsroman vermittelt in Anlehnung an die homerische Figur des Telemach klassische Bildung und tugendhaftes Ideal. Es wird danach gefragt, inwiefern die Gem\u00e4lde ein bestimmtes erzieherisches Interesse verdeutlichen, das auf F\u00e9nelons Erziehungskonzept rekurriert. Allerdings soll keine Entwicklungsgeschichte \u2013 etwa ausgehend von einer Ikonographie der Figur des Telemach in Kupferstichen \u2013 nachgezeichnet werden, sondern eine diskursanalytische Betrachtung der Mikrohistorien.<\/p>\n<p><strong>Silvia Schmitt-Maa\u00df<\/strong> hat Kunstgeschichte; Italienisch und Arch\u00e4ologie in Marburg und Florenz studiert. 2009 wurde sie mit einer Arbeit \u00fcber die Bildhauerwerkstatt von Orazio Marinali und Giacomo Cassetti promoviert. Seit 2014 arbeitet sie an dem Postdoc-Projekt \u201ePrinzen als Telemache. Fallstudien zu erziehungspolitischen Adelsportr\u00e4ts zwischen 1699 und 1789\u201c; des Weiteren zum Portr\u00e4t in der Fr\u00fchen Neuzeit, zum Sammeln von F\u00e9nelons Portr\u00e4t, zu Handzeichnungen im museum kunst palast, zum Flower-Book von Edward Burne Jones sowie zu Bildhauer- und Gartenkunst.<\/p>\n<p>Zur <a href=\"https:\/\/www.uni-erfurt.de\/fileadmin\/user-docs\/FGE\/Veranstaltungen_2017\/HES_2017\/Schmitt_Maass_HES_Stipendiatenkolloquium.pdf\" target=\"_blank\">Ank\u00fcndigung<\/a><\/p>\n<p><strong>Ansgar Holtmann (Berlin): Bild und Text in Heinrich von Redens &#8222;Preu\u00dfischer Chronik&#8220; (1553)<\/strong><\/p>\n<p>Die chronikalische \u00dcberlieferung der preu\u00dfischen Geschichte im Allgemeinen und die Herausbildung der Danziger Historiographie im 16. Jahrhundert stellt eine regionale Entwicklung des historiographischen Schreibens dar. Sie erlaubt sowohl einen detaillierten Einblick in das geschichtliche Verst\u00e4ndnis als auch in das politische Selbstverst\u00e4ndnis des st\u00e4ndischen B\u00fcrgertums und weiterer gesellschaftlicher Gruppen in Preu\u00dfen und markiert zugleich den Beginn einer Landesgeschichtsschreibung.<\/p>\n<p>Der Vortrag erl\u00e4utert dieses Geschichts- und Selbstverst\u00e4ndnis des st\u00e4ndischen B\u00fcrgertums anhand der <em>Preu\u00dfischen Chronik<\/em> Heinrich von Redens, welche in der Bl\u00fctephase des historiographischen Schreibens entstand. Hierbei werden die reichen Illuminationen der Chronik in den Vordergrund ger\u00fcckt. Besonders die visuelle Strategie sowie die Bez\u00fcge zwischen Bild und Text sind in der bisherigen Forschung nicht ber\u00fccksichtigt worden und daher f\u00fcr diese Handschrift und deren innovative, intermediale Bedeutung f\u00fcr die Danziger Chronistik vollkommen ungekl\u00e4rt. Der Vortrag beleuchtet dabei auch den Wert der Bilder als historische Quellen und deren Bedeutung f\u00fcr das kollektive Ged\u00e4chtnis in urbanen Gemeinschaften.<\/p>\n<p><strong>Ansgar Holtmann<\/strong> hat Amerikanistik und Geschichte an der Universit\u00e4t Duisburg-Essen und Geschichtswissenschaften an der Freien Universit\u00e4t Berlin studiert. Er promoviert \u00fcber Heinrich von Redens &#8222;Preu\u00dfische Chronik&#8220; (1553). Seine Studieninteressen sind Handschriften der Fr\u00fchen Neuzeit, st\u00e4dtische Chronistik des 16. Jahrhunderts, Darstellung und Repr\u00e4sentation von geheimem Wissen in alchemistischen Handschriften sowie Chirologie und Chiromantie in Handschriften des 16. und 17.\u00a0Jahrhunderts.<\/p>\n<p>Zur <a href=\"https:\/\/www.uni-erfurt.de\/fileadmin\/user-docs\/FGE\/Veranstaltungen_2017\/HES_2017\/Holtmann_HES_Stipendiatenkolloquium.pdf\" target=\"_blank\">Ank\u00fcndigung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Donnerstag, 6. April 2017, laden wir zum ersten Doppelkolloquium des neuen Jahrgangs des Herzog-Ernst-Stipendienprogramms der Fritz Thyssen Stiftung ein:\u00a0Dr. Silvia Schmitt-Maa\u00df (Osnabr\u00fcck) spricht um 17:00 Uhr (s.t.) \u00fcber \u201cPrinzen als Telemache\u201d und um 18:00 Uhr\u00a0Ansgar Holtmann (Berlin) zum Thema \u201cBild und Text in Heinrich von Redens &#8222;Preu\u00dfischer Chronik&#8220; (1553)\u201d. 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