Wissensstadtgeschichte. Urbane Naturforschung um 1700

Vortrag von Julia A. Schmidt-Funke im Rahmen der Vortragsreihe „Zwischen Wunderkammer und Wirtshaus. Topographien naturkundlichen Wissens am Hof und in der Stadt“, Mittwoch, 2.5.2018, Campus Erfurt, LG 4, DG 08.

In Danzig und Frankfurt am Main gründeten sich in den 1720er Jahren zwei Zirkel, die sich einer gelehrten Beschäftigung mit der Natur verschrieben. Ihre Mitglieder stellten einander Befunde und Überlegungen vor, die wir heute den Natur- und Technikwissenschaften zuordnen würden, die sich im zeitgenössischen Denken aber untrennbar mit religiösen Fragen verbanden. Reichhaltiges Anschauungsmaterial fanden die Wissbegierigen in ihren Häusern, Sammlungen und Gärten, in denen sie sich reihum besuchten. Obwohl die beiden Zirkel keine eigenen Veröffentlichungen hervorbrachten und sich bereits nach wenigen Jahren auflösten, haben sie ihre Spuren in zwei Nachlässen hinterlassen, die sich heute in Göttingen bzw. Gotha befinden. Auf dieser Grundlage vollzieht der Vortrag das Tun und Denken der Natur- und Technikbegeisterten nach und ordnet es – im Sinne einer Wissensstadtgeschichte – in das urbane Gefüge ein.

Beitragsbild: Werkstatt Breyne, Bananenstaude, FBG, Chart. A 782, Bl. 9. Foto: Universität Erfurt.

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