25.01.2018 – Workshop: Die Materialität der Vergangenheit: Regionaler Antiquarianismus und mediävistische Numismatik in Arnstadt um 1700

Seit den späten 1680er Jahren hat sich in Thüringen, stärker als anderswo, eine spezifische Verbindung von Lokalgeschichtsschreibung, Antiquarianismus und Numismatik etabliert. Es sind vor allem die Schüler des Jenaer Professors Caspar Sagittarius wie Johann Christoph Olearius, Christian Schlegel und Wilhelm Ernst Tentzel (aber auch Johann Christfried Sagittarius, Jakob von Melle und andere), die diesen Typ von Historiographie vorantreiben. Sie profitieren von den großen Münzsammlungen in Arnstadt und dann in Gotha, nutzen aber auch erste Ausgrabungen und eigene kleine Sammlungen, um die Frühgeschichte, vor allem aber die mittelalterliche Geschichte ihres Landes und ihrer Dynastien zu rekonstruieren. Olearius und Schlegel liefern sich Kontroversen über die Bedeutung von Brakteaten, Olearius und von Melle sammeln Urnenfunde, Tentzel und Schlegel schreiben münzbasierte Geschichten Sachsens und Thüringens. Wie ist es dazu gekommen, daß vor allem Arnstadt unter Graf Anton Günther II. ein solches Zentrum der Historiographie geworden ist? Welche Ausstrahlung – bis nach Österreich – hatte dieser Gelehrtenkreis?

Zum Programm.

Alle Intessierten sind herzlich eingeladen! Um Anmeldung unter forschungszentrum.gotha@uni-erfurt.de wird gebeten.

 

Bild: Historisches Museum Frankfurt am Main
Silberne Brakteaten aus dem 12. Jahrhundert, (Autorin dieses Bildwerkes: Katharina Surhoff;  Lizenzen: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:HMF_Brakteat_12Jhd.jpg)

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